Test-Labor

Als IT’ler (und dabei ist egal, ob Netzwerkadmin, Systemadmin oder Anwendungsadmin) möchte man hin und wieder ein paar der neuen technischen Themen ausprobieren. Entweder aus reinem Spieltrieb oder um tatsächlich Fallbeispiele zu haben, die man dann im Alltag anwenden kann. Manchmal gibt es auch Probleme oder Fragen im Alltag, die man so mal eben nicht nachstellen kann – häufig aus Mangel an Hardware oder VMs.

Aus dieser Misere heraus entstand mein Wunsch, eine eigene kleine Testumgebung zu haben. Nachdem ziemlich schnell klar war, dass mit lokale VMs auf einem PC/Notebook nur kleine Beispiele verprobt werden konnten, musste also ein richtiger „Labor-PC“ her.

Zu Anfang wurde als „Labor 1“ ein HP MicroServer angeschafft, das war damals ein riesen Fortschritt. Allerdings wurden die max. 16GB Arbeitsspeicher tatsächlich häufig zum Hindernis.

Es folgte ein paar Jahre später dann der Wechsel zu etwas leistungsstärkerem, aber zudem sogar enorm Platz sparend: der „Labor 2“ mit einem Intel NUC Core i7 und sagenhaften 32GB Arbeitsspeicher. Zudem der wagemutig Schritt weg von einem RAID-Verbund zu zwei einzelnen Datenträgern. Während der Nutzungszeit habe ich das nicht bereut – kein einziger Datenträger ist ausgefallen. Mit dem Labor 2 konnten noch größere Testumgebungen dargestellt werden, allerdings ging mit der Zeit der verhältnismäßig häufig hochdrehende Lüfter echt auf die Nerven.

Also habe ich mich etwas umgeschaut und bin auf das super Angebot einer DELL Workstation gestoßen. Und damit war klar: es folgte „Labor 3“ . Hier gab es zwar den „Rückschritt“ zu einem Intel Xeon, dafür aber mit einer Steigerung von 4 auf 8 Cores und einer höheren Taktfrequenz. Ich denke unter’m Strich gleicht sich das wieder aus. Der verfügbare Arbeitsspeicher wurde erstmal auf 64GB (4x 16GB) bestückt und stellt damit erneut eine Verdoppelung dar. Wobei auf dem Mainboard noch vier weitere Slots frei sind, sodass einem Upgrade auf 128GB nichts im Wege steht.